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99 Hauptgebäude

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HAUPTGEBÄUDE
HAUPTGEBÄUDE


... wenn die Wege der Benutzer innerhalb des GEBÄUDEKOMPLEXES (95) und die Gebäudehöhen - ANZAHL DER STOCKWERKE (96) - einigermaßen festgelegt sind, ist es an der Zeit, das natürliche Herz oder die Mitte des Gebäudekomplexes zu suchen und herauszufinden. Erst dann ist die ORIENTIERUNG DURCH BEREICHE (98) vollständig.


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Ein Gebäudekomplex ohne Mitte ist wie ein Mensch ohne Kopf.


In ORIENTIERUNG DURCH BEREICHE (98) haben wir behandelt, wie Menschen ihre Umgebung verstehen und sich durch "innere Landkarten" orientieren. Eine solche Karte braucht einen Bezugspunkt: einen bestimmten Punkt im Gebäudekomplex, der sehr augenfällig und so situiert ist, dass man alle anderen Wege und Gebäude auf ihn beziehen kann. Ein Hauptgebäude, das auch funktionell die Seele des Komplexes ist, ist der wahrscheinlichste Kandidat für diesen Bezugspunkt. Ohne Hauptgebäude gibt es wenig Chance auf einen natürlichen Bezugspunkt, der stark genug ist, die Landkarte im Kopf aufzubauen. Außerdem werden auf der Seite der Benutzer - der Mitarbeiter oder Bewohner - der Gemeinschaftssinn und die Verbundenheit gestärkt, wenn ein Gebäude oder Gebäudeteil herausgehoben und als allen gemeinsames Hauptgebäude, als Herz der Institution, behandelt wird. Einige Beispiele: die Versammlungshalle in einer Gruppe von Regierungsgebäuden; ein Ratssaal in einer Betriebsgenossenschaft; Küche und Wohnzimmer in einem gemeinschaftlichen Haushalt; das Ringelspiel in einem Park; ein Tempel in einem heiligen Bezirk; die Schwimmhalle in einem Gesundheitszentrum; die Werkhalle in einem Betrieb. Für das Hauptgebäude muss man sehr sorgfältig jene Funktion auswählen, die wirklich in menschlicher Hinsicht die Seele des Ganzen ist. Andernfalls beherrschen irgendwelche belanglose Funktionen den Gebäudekomplex. Der Komplex der Vereinten Nationen in New York ist genau aus diesem Grund misslungen. Die Generalversammlung, Herz und Seele der Institution, verblasst neben dem Bürokratismus des Sekretariats.


Und tatsächlich leidet diese Institution unter ihrer Beamtenmentalität.(Siehe die hervorragende Artikelserie von Lewis Mumford über die UNO-Gebäude in From the Ground Up,Harvest Books, 1956, S. 20-70.)



Daraus folgt:


Finde heraus, welches Gebäude einer Gruppe die wesentlichste Funktion beinhaltet - welches Gebäude die Seele der ganzen Anlage ist, als menschliche Einrichtung verstanden. Mach dann dieses Gebäude zum Hauptgebäude, mit einer dominierenden Lage und einem höherem Dach.


Auch wenn der Gebäudekomplex so dicht ist, dass er zu einem einzigen Gebäude wird, mach den Hauptteil höher und prominenter als die übrigen, so dass der Blick unmittelbar vom wichtigsten Teil angezogen wird.


Illustration aus „A Pattern Language“
Illustration aus „A Pattern Language“


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Leg alle Hauptwege tangential zum Hauptgebäude an, in Arkaden oder verglasten Gängen, mit unmittelbarem Blick auf dessen Hauptfunktionen - GEMEINSCHAFTSBEREICHE IN DER MITTE (129). Lass die Dächer vom hohen Dach des Hauptgebäudes zu den niedrigen Dächern der kleineren Gebäude kaskadenartig abfallen - DACH KASKADE (116). Und für die tragende Baukonstruktion denk zunächst an DIE KONSTRUKTION FOLGT DEN SOZIALEN RÄUMEN (205)

Muster: Gebäude


95. GEBÄUDEKOMPLEX

96. ANZAHL DER STOCKWERKE

97. ABGESCHIRMTES PARKEN

98. ORIENTIERUNG DURCH BEREICHE

99. HAUPTGEBÄUDE

100. FUSSGÄNGERSTRASSE

101. PASSAGE DURCHS GEBÄUDE

102. FAMILIE VON EINGÄNGEN

103. KLEINE PARKPLÄTZE

104. VERBESSERUNG DES BAUPLATZES

105. AUSSENRAUM NACH SÜDEN

106. POSITIVER AUSSENRAUM

107. GEBÄUDEFLÜGEL MIT TAGESLICHT

108. ZUSAMMENHÄNGENDE GEBÄUDE

109. LANGES SCHMALES HAUS

110. HAUPTEINGANG

111. HALBVERSTECKTER GARTEN

112. ZONE VOR DEM EINGANG

113. VERBINDUNG ZUM AUTO

114. HIERARCHIE VON AUSSENRÄUMEN

115. BELEBTE INNENHÖFE

116. DACHKASKADE

117. SCHÜTZENDES DACH

118. DACHGARTEN

119. ARKADEN

120. WEGE UND ZIELE

121. DIE FORM VON WEGEN

122. GEBÄUDEFRONTEN

123. FUSSGÄNGERDICHTE

124. AKTIVTÄTSNISCHEN

125. SITZSTUFEN

126. ETWAS FAST IN DER MITTE

127. STUFEN DER INTIMITÄT

128. SONNENLICHT IM INNEREN

129. GEMEINSCHAFTSBEREICHE IN DER MITTE

130. DER EINGANGSRAUM

131. VON RAUM ZU RAUM

132. KURZE VERBINDUNGSGÄNGE

133. DIE STIEGE ALS BÜHNE

134. DIE AUSSICHT DES MÖNCHS

135. WECHSEL VON HELL UND DUNKEL

136. BEREICH DES PAARS

137. BEREICH DER KINDER

138. SCHLAFEN NACH OSTEN

139. WOHNKÜCHE

140. PRIVATTERRASSE AN DER STRASSE

141. DAS EIGENE ZIMMER

142. MEHRERE SITZPLÄTZE

143. GRUPPE VON BETTEN

144. BADERAUM

145. ABSTELLRAUM

146. FLEXIBLE BÜROFLÄCHE

147. GEMEINSAMES ESSEN

148. KLEINE ARBEITSGRUPPEN

149. ENTGEGENKOMMENDER EMPFANG

150. EIN PLATZ ZUM WARTEN

151. KLEINE BESPRECHUNGSZIMMER

152. HALBPRIVATES BÜRO

153. VERMIETBARE RÄUME

154. HÄUSCHEN FÜR TEENAGER

155. HÄUSCHEN FÜR ALTE

156. ERFÜLLTE ARBEIT

157. WERKSTATT IM HAUS

158. OFFENE TREPPEN

159. LICHT VON ZWEI SEITEN IN JEDEM RAUM

160. DIE GEBÄUDEKANTE

161. SONNIGE STELLE

162. ABGESTUFTE NORDFRONT

163. ZIMMER IM FREIEN

164. STRASSENFENSTER

165. ÖFFNUNG ZUR STRASSE

166. DIE GALERIE RUNDHERUM

167. ZWEI-METER-BALKON

168. VERBINDUNG ZUM BODEN

169. TERRASSIERTER HANG

170. OBSTBÄUME

171. PLÄTZE UNTER BÄUMEN

172. WILDWACHSENDER GARTEN

173. GARTENMAUER

174. LAUBENWEG

175. GLASHAUS

176. SITZPLATZ IM GARTEN

177. GEMÜSEGARTEN

178. KOMPOST

179. NISCHEN

180. PLATZ AM FENSTER

181. DAS FEUER

182. ATMOSPHÄRE BEIM ESSEN

183. ABGRENZUG DES ARBEITSPLATZES

184. DER KOCHPLATZ

185. RUNDER SITZPLATZ

186. GEMEINSAMES SCHLAFEN

187. EHEBETT

188. BETTNISCHE

189. ANKLEIDEZIMMER

190. VERSCHIEDENE RAUMHÖHEN

191. FORM DES INNENRAUMS

192. FENSTER MIT BLICK AUF DIE AUSSENWELT

193. DURCHBROCHENE WAND

194. FENSTER IM INNERN

195. ANLEGEN DER STIEGE

196. TÜREN IN DEN ECKEN

197. DICKE WÄNDE

198. SCHRÄNKE ZWISCHEN RÄUMEN

199. SONNIGE ARBEITSFLÄCHE

200. OFFENE REGALE

201. BORD IN HÜFTHÖHE

202. EINGEBAUTE SITZBANK

203. HÖHLEN FÜR KINDER

204. GEHEIMFACH