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128 Sonnenlicht im Inneren

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SONNENLICHT IM INNEREN
SONNENLICHT IM INNEREN


... gemäß AUSSENRAUM NACH SÜDEN (105) ist das Gebäude so angelegt, dass die Sonne durch die Gärten hindurch direkt hineinscheint. In STUFEN DER INTIMITÄT (127) wurde die generelle Aufteilung von öffentlichen und privaten Bereichen innerhalb eines Gebäudes festgelegt. Das folgende Muster bestimmt jene Zimmer und Bereiche entlang der Stufen der Intimität, die das meiste Licht benötigen, und hilft dabei, sie so anzuordnen, dass das Licht in die innerhalb der Intimitätsstufen am häufigsten benützten Zimmer fällt.


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Sind die richtigen Zimmer nach Süden gerichtet, so ist das Haus hell, sonnig und fröhlich; sind die falschen Zimmer nach Süden gerichtet, ist es dunkel und bedrückend.


Jeder weiß das. Aber manchmal vergessen es die Leute und lassen sich von anderen Überlegungen leiten. Dabei gibt es nur wenige Dinge, die so entscheidend wie das Sonnenlicht beeinflussen, ob man sich in einem Zimmer wohlfühlt oder nicht Wer sichergehen will, dass seine Wohnung, sein Haus und die Zimmer darin schöne, gemütliche Orte sind, sollte dieses Muster besonders beachten: Nimm es ernst; weich unter keinen Umständen davon ab; besteh darauf. Denk an sonnendurchflutete Zimmer und vergleich sie mit den vielen Zimmern, wo das nicht der Fall ist.


Gemäß dem Muster AUSSENRAUM NACH SÜDEN (105) ist das Gebäude nach Süden gerichtet. Nun geht es um die spezielle Anordnung der Zimmer entlang des Südrandes. Einige Beispiele dafür: (1) eine Veranda mit Abendsonne; (2) eine Frühstücksecke, die direkt auf einen Garten mit Morgensonne schaut; (3) ein Badezimmer, in das die Morgensonne fällt; (4) eine Werkstätte, die um die Mittagszeit voll im Sonnenlicht liegt; (5) eine Ecke des Wohnzimmers, wo die Sonne auf eine Außenwand fällt und eine blühende Pflanze wärmt.


Das Schlüsseldiagramm für dieses Muster fasst die Beziehungen zwischen Teilen der Wohnung und der Morgen-, Mittags-und Abendsonne zusammen. Um die Sonne richtig in den Entwurf einzuarbeiten, muss zuerst klar sein, was sie bewirken soll: Mach ein Diagramm wie das Schlüsseldiagramm, aber mit den eigenen besonderen Anforderungen. Dann ordne die Räume auf der südlichen, südöstlichen und südwestlichen Seite des Gebäudes so an, dass sie von der Sonne beschienen werden. Achte besonders darauf, dass die Südseite genau ausgeführt ist, damit die Sonne den ganzen Tag hindurch hineinscheinen kann. Dazu ist in den meisten Fällen ein in der Ost-West-Achse langgestrecktes Haus nötig.


Betrachtet man das Problem des Sonnenlichts im Innern vorn Standpunkt des Wärmehaushalts, kommt man zu ähnlichen Schlüssen. Bei einem Gebäude mit langer Ost-West-Achse bleibt im Winter die Wärme drinnen und im Sommer die Hitze draußen. Das macht Gebäude nicht nur angenehmer, sondern auch billiger in der Erhaltung. Die „optimale Form" eines Ost-West-Gebäudes zeigt die folgende Tabelle aus dem Buch von Victor Olgay, Design with Climate (New Jersey: Princeton University Press, 1963, S. 89). Beachte, dass man die lange Achse am besten immer Ost-West ausrichten sollte.


Illustration aus „A Pattern Language“
Illustration aus „A Pattern Language“


Klima Sommeroptimum Winteroptimum Durchschnittsoptimun normale Wirksamkeit
kalt (Minneapolis) 1,4 1,1 1,1 1,3
gemäßigt (New York) 1,63 1,56 1,6 2,4
heiß-trocken ((Phoenix) 1,26 keines 1,3 1,6
heiß-feucht (Miami) 1,7 2,69 1,7 3,0


Daraus folgt:


Leg die wichtigsten Räume entlang der Südseite eines Gebäudes an und richte das Gebäude entlang der Ost-West-Achse aus.


Stimme die Anordnung so ab, dass die richtigen Zimmer in der Südost- und Südwestsonne liegen. Zum Beispiel: richte den Gemeinschaftsbereich ganz nach Süden aus, die Schlafzimmer nach Südosten, die Veranda nach Südwesten. In den meisten Klimaregionen müssen sich die Gebäude deshalb in Ost-West-Richtung erstrecken.


Illustration aus „A Pattern Language“
Illustration aus „A Pattern Language“


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Plane in diese sonnigen Zimmer, wenn möglich, eine Öffnung nach außen ein und bau unmittelbar daran anschließend eine sonnige Stelle und Zimmer im Freien — SONNIGE STELLE (161), ZIMMER IM FREIEN (163), WEIT AUFGEHENDE FENSTER (236), Richte die Schlafzimmer nach Osten aus — SCHLAFEN NACH OSTEN (138) —, und verleg Abstellkammern und Garagen Richtung Norden — ABGESTUFTE NORDFRONT (162). Versuch die Arbeitsflächen in der Küche zur Sonne hin auszurichten — SONNIGE ARBEITSFLÄCHE (199); mach vielleicht dasselbe mit einer Werkbank oder einem Schreibtisch in einer WERKSTATT IM HAUS (157) und bei ABGRENZUNG DES ARBEITSPLATZES (183)

Muster: Gebäude


95. GEBÄUDEKOMPLEX

96. ANZAHL DER STOCKWERKE

97. ABGESCHIRMTES PARKEN

98. ORIENTIERUNG DURCH BEREICHE

99. HAUPTGEBÄUDE

100. FUSSGÄNGERSTRASSE

101. PASSAGE DURCHS GEBÄUDE

102. FAMILIE VON EINGÄNGEN

103. KLEINE PARKPLÄTZE

104. VERBESSERUNG DES BAUPLATZES

105. AUSSENRAUM NACH SÜDEN

106. POSITIVER AUSSENRAUM

107. GEBÄUDEFLÜGEL MIT TAGESLICHT

108. ZUSAMMENHÄNGENDE GEBÄUDE

109. LANGES SCHMALES HAUS

110. HAUPTEINGANG

111. HALBVERSTECKTER GARTEN

112. ZONE VOR DEM EINGANG

113. VERBINDUNG ZUM AUTO

114. HIERARCHIE VON AUSSENRÄUMEN

115. BELEBTE INNENHÖFE

116. DACHKASKADE

117. SCHÜTZENDES DACH

118. DACHGARTEN

119. ARKADEN

120. WEGE UND ZIELE

121. DIE FORM VON WEGEN

122. GEBÄUDEFRONTEN

123. FUSSGÄNGERDICHTE

124. AKTIVTÄTSNISCHEN

125. SITZSTUFEN

126. ETWAS FAST IN DER MITTE

127. STUFEN DER INTIMITÄT

128. SONNENLICHT IM INNEREN

129. GEMEINSCHAFTSBEREICHE IN DER MITTE

130. DER EINGANGSRAUM

131. VON RAUM ZU RAUM

132. KURZE VERBINDUNGSGÄNGE

133. DIE STIEGE ALS BÜHNE

134. DIE AUSSICHT DES MÖNCHS

135. WECHSEL VON HELL UND DUNKEL

136. BEREICH DES PAARS

137. BEREICH DER KINDER

138. SCHLAFEN NACH OSTEN

139. WOHNKÜCHE

140. PRIVATTERRASSE AN DER STRASSE

141. DAS EIGENE ZIMMER

142. MEHRERE SITZPLÄTZE

143. GRUPPE VON BETTEN

144. BADERAUM

145. ABSTELLRAUM

146. FLEXIBLE BÜROFLÄCHE

147. GEMEINSAMES ESSEN

148. KLEINE ARBEITSGRUPPEN

149. ENTGEGENKOMMENDER EMPFANG

150. EIN PLATZ ZUM WARTEN

151. KLEINE BESPRECHUNGSZIMMER

152. HALBPRIVATES BÜRO

153. VERMIETBARE RÄUME

154. HÄUSCHEN FÜR TEENAGER

155. HÄUSCHEN FÜR ALTE

156. ERFÜLLTE ARBEIT

157. WERKSTATT IM HAUS

158. OFFENE TREPPEN

159. LICHT VON ZWEI SEITEN IN JEDEM RAUM

160. DIE GEBÄUDEKANTE

161. SONNIGE STELLE

162. ABGESTUFTE NORDFRONT

163. ZIMMER IM FREIEN

164. STRASSENFENSTER

165. ÖFFNUNG ZUR STRASSE

166. DIE GALERIE RUNDHERUM

167. ZWEI-METER-BALKON

168. VERBINDUNG ZUM BODEN

169. TERRASSIERTER HANG

170. OBSTBÄUME

171. PLÄTZE UNTER BÄUMEN

172. WILDWACHSENDER GARTEN

173. GARTENMAUER

174. LAUBENWEG

175. GLASHAUS

176. SITZPLATZ IM GARTEN

177. GEMÜSEGARTEN

178. KOMPOST

179. NISCHEN

180. PLATZ AM FENSTER

181. DAS FEUER

182. ATMOSPHÄRE BEIM ESSEN

183. ABGRENZUG DES ARBEITSPLATZES

184. DER KOCHPLATZ

185. RUNDER SITZPLATZ

186. GEMEINSAMES SCHLAFEN

187. EHEBETT

188. BETTNISCHE

189. ANKLEIDEZIMMER

190. VERSCHIEDENE RAUMHÖHEN

191. FORM DES INNENRAUMS

192. FENSTER MIT BLICK AUF DIE AUSSENWELT

193. DURCHBROCHENE WAND

194. FENSTER IM INNERN

195. ANLEGEN DER STIEGE

196. TÜREN IN DEN ECKEN

197. DICKE WÄNDE

198. SCHRÄNKE ZWISCHEN RÄUMEN

199. SONNIGE ARBEITSFLÄCHE

200. OFFENE REGALE

201. BORD IN HÜFTHÖHE

202. EINGEBAUTE SITZBANK

203. HÖHLEN FÜR KINDER

204. GEHEIMFACH